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<title>Reineke Fuchs</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Reineke Fuchs</span></h1>
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<p><b>Reineke Fuchs</b> ist die Hauptfigur eines <a href="Epos" title="Epos">Epos</a> in Versen und in Prosa, dessen Tradition bis ins europäische Mittelalter zurückreicht. Eine 1498 in Lübeck gedruckte <a href="Mittelniederdeutsche_Sprache" title="Mittelniederdeutsche Sprache">niederdeutsche</a> Versfassung <i><a href="Reynke_de_vos" title="Reynke de vos">Reynke de vos</a></i> entwickelte sich im 16. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum zum Bestseller. <a href="Reynke_de_vos#Inhalt" title="Reynke de vos">Darin wird erzählt</a>, wie sich der Übeltäter Reineke, der <a href="Rotfuchs" title="Rotfuchs">Fuchs</a>, durch geniale Lügengeschichten und ausgesuchte Bosheiten aus allen prekären Lagen rettet und am Ende gegen seine Widersacher als Sieger durchsetzt.
</p><p>Die bereits seit dem 16. Jahrhundert erfolgten <a href="Hochdeutsche_Dialekte" title="Hochdeutsche Dialekte">hochdeutschen</a> Ausgaben, insbesondere die Prosaübertragung von <a href="Johann_Christoph_Gottsched" title="Johann Christoph Gottsched">Johann Christoph Gottsched</a> im Jahre 1752, überlieferten die Geschichte in ihrer jahrhundertealten deutschsprachigen Fassung nahezu unverändert bis auf den heutigen Tag. Das Werk und sein Titelheld inspirierten seit der Mitte des 16. Jahrhunderts Übersetzer, Schriftsteller und Illustratoren. Die heute gebräuchliche Namensform <i>Reineke Fuchs</i> wurde zuletzt durch das <a href="Reineke_Fuchs_(Goethe)" title="Reineke Fuchs (Goethe)">gleichnamige Versepos</a> <a href="Johann_Wolfgang_von_Goethe" title="Johann Wolfgang von Goethe">Johann Wolfgang von Goethes</a> etabliert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Geschichte_von_Reineke">Die Geschichte von Reineke</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Inhalt">Inhalt</h3></div>
<p>Die seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert im Druck überlieferte <a href="Reynke_de_vos#Inhalt" title="Reynke de vos">fabelhafte Geschichte eines Fuchses</a> besteht aus zwei Teilen, die jeweils von einem Gerichtsverfahren erzählen. Der Löwe Nobel, König der Tiere, hat zu Pfingsten zum Hoftag geladen. Die Anwesenden, groß und klein, allen voran <a href="Isegrim" title="Isegrim">Isegrim</a>, der Wolf, beschweren sich über die Untaten des nicht anwesenden Fuchses Reineke und fordern seine Bestrafung. Braun, der Bär, und Hinz, der Kater, werden nacheinander losgeschickt, um Reineke aus seiner Burg <a href="Malepartus" title="Malepartus">Malepartus</a> an den Hof zu holen. Beide scheitern, Reineke bringt sie gezielt in Lebensgefahr, und sie entrinnen, schwer malträtiert, knapp dem Tode.
</p><p>Der König nimmt die Schmach persönlich und setzt Reinekes Erscheinen vor Gericht durch. Das Urteil lautet auf Tod. Unter dem Galgen, den Kopf bereits in der Schlinge, gelingt Reineke die Erfindung einer als Beichte getarnten Lügengeschichte von Verrat und Goldschatz, die den Bären Braun und den Wolf Isegrim zu Hochverrätern erklärt und den Löwen Nobel gierig macht. Reineke wird entlassen und macht sich unter dem Vorwand einer <a href="Wallfahrt" title="Wallfahrt">Pilgerreise</a> nach Rom auf und davon. Reinekes Verrat wird offenbar, nachdem er den abgebissenen Kopf seines Pilgergefährten <a href="Meister_Lampe" title="Meister Lampe">Meister Lampe</a>, des Hasen, an den König zurückgeschickt hat. Braun und Isegrim werden rehabilitiert von Nobels Gnaden.
</p><p>Nachdem Grimbart, der Dachs, Reineke erneut zum Hof gebracht hat, entwickelt sich eine zweite Gerichtsverhandlung, in der weitere Schandtaten Reinekes ans Licht kommen und in Reden der Anklage und der Verteidigung verhandelt werden. Reineke verweist zwar auf allerlei Wohltaten seiner Familie am Hofe, insbesondere auch auf die Rettung von Nobels krankem Vater durch seinen eigenen. Der Vorwurf Isegrims jedoch, Reineke habe seine Gattin Gieremund geschändet, veranlasst Nobel zu der Entscheidung, Isegrim und Reineke in einem öffentlichen Zweikampf gegeneinander antreten zu lassen. Für den Fuchs bedeutet dies das zweite Todesurteil, denn er ist dem Wolf körperlich unterlegen. Reineke gewinnt, indem er den Wolf mit schmerzhaften Unsportlichkeiten außer Gefecht setzt. Das überzeugt das Publikum und veranlasst den König Nobel, Reineke zu seinem Rat und zum Kanzler des Reichs zu ernennen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Merkmale">Merkmale</h3></div>
<p>Das sich türmende Lügengebäude des Fuchses hat eine Verdichtung seiner Heucheleien, Bosheiten und Gewalttaten zur Folge, woraus der Zweikampf am Ende konsequent entwickelt ist, ähnlich dem sogenannten <a href="Showdown" title="Showdown">Showdown</a> klassischer Filmgenres.
Der innere Aufbau der Erzählung besteht in einer die Handlung steigernden <a href="Episodenroman" title="Episodenroman">Verknüpfung von Episoden</a>, in denen der Fuchs jeweils mit Widersachern oder für ihn herausfordernden Situationen konfrontiert wird; die Episoden werden zudem für <a href="Binnenerz%C3%A4hlung" title="Binnenerzählung">Binnenerzählungen</a> genutzt, die – wie zum Beispiel in den Anklage- und Verteidigungsreden oder anlässlich der Beichten Reinekes – nicht nur der Steigerung der Gegenwartshandlung dienen, sondern auch unterschiedliche Sichtweisen der Beteiligten auf die Taten Reinekes gestatten. Seit dem 15. Jahrhundert wurde der Text in Kapitel und Bücher gegliedert.
</p><p>Die Tiere im <i>Reineke Fuchs</i> sind <a href="Anthropomorphismus" title="Anthropomorphismus">anthropomorphe</a> Geschöpfe; sie werden <a href="Fabel#Tierfabel" title="Fabel">durch Eigennamen</a> individualisiert und sind mit menschlichen Eigenschaften ausgestattet. Die Figuren folgen in ihren Handlungen einerseits ihrer tierischen Natur, andererseits den Regeln menschlichen Zusammenlebens. So enthält das Geschehen Beweggründe, die allen Lebewesen gemeinsam sind, wie zum Beispiel die Nahrungssuche oder die Flucht vor Verfolgung, ebenso wie Elemente ausschließlich menschlicher Ordnung, wie zum Beispiel den Ehebruch oder die Formen der Anklage und Verteidigung vor einem Gericht. Die für die Handlung ausschlaggebenden Charaktere, insbesondere Nobel, Braun, Reineke und Isegrim, sind gekennzeichnet durch Eitelkeit, Dummheit, List und Gier; diese Züge werden in den zahlreichen Nebenfiguren und ihren Schicksalen fortgesetzt und erweitert zu einem Panoptikum, in dem die menschliche <a href="Trag%C3%B6die" title="Tragödie">Tragödie</a> von Macht, Gewalt und Tod gestaltet ist als eine tierische <a href="Kom%C3%B6die" title="Komödie">Komödie</a>.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Fuchs-Epen_des_Mittelalters">Die Fuchs-Epen des Mittelalters</h2></div>
<p>Der „schlaue Fuchs“ findet sich in den Sagenkreisen jener Gegenden der Welt, in denen <a href="Vulpes" title="Vulpes">Vulpes</a>, der Fuchs, beheimatet ist, wie in <a href="Eurasien" title="Eurasien">Eurasien</a>, <a href="Nordamerika" title="Nordamerika">Nordamerika</a> und dem <a href="Mittelmeerraum" title="Mittelmeerraum">Mittelmeerraum</a>. In Europa tauchte er in der Literatur der Antike auf. In einer der <a href="Fabel" title="Fabel">Fabeln</a> des <a href="%C3%84sop" title="Äsop">Äsop</a> wird von einem Fuchs erzählt, der einen kranken Löwen heilt; der Ursprung <i>Reinekes</i> wird dort vermutet. Im europäischen Mittelalter sind Tiererzählungen mit einem Fuchs durchgehend nachzuweisen, so kursierten zum Beispiel die von Äsop inspirierten lateinischen Fabeln von <a href="Phaedrus" title="Phaedrus">Phaedrus</a>, <a href="Babrios" title="Babrios">Babrios</a> und <a href="Avianus" title="Avianus">Avianus</a> in den Handschriften. Seit dem 12. Jahrhundert erschien der Fuchs auch als tragende Figur, die als <i>Reinardus</i>, <i>Renart</i>, <i>Reinhart</i>, <i>Reynaert</i> oder <i>Reynard</i> mit einem sprechenden Namen auftrat, einer Komposition aus <i>regin</i>- (=Rat) und -<i>hart</i> (=stark, kühn).<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Reinardus_des_lateinischen_Mittelalters">Der <i>Reinardus</i> des lateinischen Mittelalters</h3></div>
<p>Als erste literarische Fassung in epischer Länge, in welcher der Fuchs eine Rolle spielt, gilt die <i><a href="Ecbasis_captivi" title="Ecbasis captivi">Ecbasis captivi</a></i>, eine um 1040 entstandene <a href="Satire" title="Satire">Satire</a> in lateinischer Sprache aus St. Evre bei <a href="Toul" title="Toul">Toul</a>, in der von einem Gerichtstag des Löwen mit Klagen gegen den Fuchs erzählt wird.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Einem unbekannten Autor aus <a href="Gent" title="Gent">Gent</a>, vielleicht <a href="Nivardus_von_Gent" title="Nivardus von Gent">Nivardus</a>, wird der <i><a href="Ysengrimus" title="Ysengrimus">Ysengrimus</a></i> zugeschrieben, ein 1148 vollendetes Tierepos in lateinischer Sprache, in dem der Wolf <i>Ysengrimus</i> (in den Handschriften auch <i>Isengrimus</i>, <i>Ysengrinus</i> und <i>Isengrinus</i>) die Hauptrolle spielt und sich stetig mit seinem Gegner <i>Reinardus</i>, dem Fuchs, auseinandersetzen muss. Die beiden Tiere tragen hier erstmals die Namen, mit denen sie in allen späteren Texten identifiziert werden. Das Epos ist eine <a href="Satire" title="Satire">Satire</a> auf den Mönchsstand; Ysengrimus ist darin der Mönch, sein Widersacher Reinardus der <a href="Laie_(Religion)" title="Laie (Religion)">Laie</a>. Das Werk, von dem auch eine gekürzte Fassung aus dem 14. Jahrhundert, der <i>Ysengrimus abbreviatus</i>, überliefert ist, fand im 15. Jahrhundert kaum noch Beachtung; seine Anspielungen und seine <a href="Polemik" title="Polemik">Polemik</a> waren unterdessen veraltet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Reinhart_in_den_Volkssprachen_des_Mittelalters">Der <i>Reinhart</i> in den Volkssprachen des Mittelalters</h3></div>
<p>Die handschriftlichen Textüberlieferungen zeigen, dass sich <i>Reinekes</i> Geschichte über die Sammlungen einzelner Tiererzählungen und deren Verschmelzungen zunehmend in den verschiedenen Volkssprachen des europäischen Mittelalters zu einer die Sprachgrenzen überschreitenden literarischen Komposition verdichtete. Die im Jahre 1498 gedruckte niederdeutsche Fassung basierte auf niederländischen Versionen mit französischem Ursprung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Roman_de_Renart">Roman de Renart</h4></div>
<p>Zwischen 1170 und 1250 entstand im nördlichen Frankreich der in der Volkssprache verfasste <i><a href="Roman_de_Renart" title="Roman de Renart">Roman de Renart</a></i>: Der schlaue Fuchs <i>Renart</i> triumphiert in zahlreichen Episoden unter anderem über einen starken Löwen (<i>Noble</i>) und einen dummen, gierigen Wolf (<i>Ysengrin</i>).<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der <i>Roman</i> besteht aus sogenannten <i><a href="Branche_(Literaturwissenschaft)" title="Branche (Literaturwissenschaft)">branches</a></i> verschiedener Verfasser, deren Anzahl und Anordnung in den 20 überlieferten Handschriften und Fragmenten variieren und die zusammen etwa 25.000 Verse umfassen. Die Individualisierung der Tiere durch Eigennamen erscheint in den <i>branches</i> zunehmend ausgeprägt. Die Geschichten zeigen Merkmale der höfischen Welt, deren Vertreter und ihre Handlungen durch das Vermischen von menschlichen und tierischen Verhaltensweisen <a href="Parodie" title="Parodie">parodiert</a> werden; <i>Renart</i> ist ein <i>baron revolté</i>, der die Macht des Königs der Tiere, des Löwen <i>Noble</i>, ständig gefährdet. Die in der <i>branche XI</i> erzählte Geschichte wird als grundlegend angesehen für die Erweiterung des <a href="Stoff_(Literatur)" title="Stoff (Literatur)">Stoffes</a> im 13. Jahrhundert; sie handelt davon, wie <i>Renart</i> die Löwin verführt, während <i>Noble</i> sich auf einem Kreuzzug befindet.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <a href="Romanische_Sprachen" title="Romanische Sprachen">romanische</a> Sprachraum wies bereits im 12. und 13. Jahrhundert eine Fülle von Fuchsdichtungen auf und entwickelte daraus eine erfolgreiche eigene Tradition. So erschien um 1261 der über 8000 Verse umfassende <i>Renart le bestourné</i> von <a href="Rutebeuf" title="Rutebeuf">Rutebeuf</a>, um 1270 der 3398 Verse lange <i>Le couronnement de Renart</i>, 1289 dann der <i>Renart le nouvel</i> von Jacquemart Gielée mit einem Umfang von 8048 Versen, und in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts schließlich der <i>Renart le contrefait</i> mit etwa 40.000 Versen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Relevant für den niederdeutschen <i><a href="Reynke_de_vos" title="Reynke de vos">Reynke</a></i> von 1498 wurde indes nur der <i>Roman de Renart</i>, der bereits im Mittelalter auch die altfranzösische Sprache beeinflusste: die Bezeichnung des Fuchses als <i>goupil</i> wurde durch den Namen <i>renart</i> ersetzt und vergessen.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Reinhart_Fuchs">Reinhart Fuchs</h4></div>
<p><a href="Heinrich_der_Gl%C3%AEchez%C3%A6re" title="Heinrich der Glîchezære">Heinrich</a> (genannt <i>der Gleißner</i>) aus dem Elsass dichtete Ende des 12. Jahrhunderts den <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">mittelhochdeutschen</a> <i>Reinhart Fuchs</i>.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Einige Partien des Versepos verdeutlichen ihre Anlehnung an den <i>Roman de Renart</i>, dessen zyklisch-episodische Struktur hier jedoch in eine lineare, sich steigernde Handlung gefasst ist. Die Erzählung zeigt gesellschaftskritische Züge und nimmt als warnende Satire auch ausdrücklich Stellung gegen die <a href="Staufer" title="Staufer">Staufer</a>. Heinrich liefert eine eigenwillige Pointe: der Fuchs vergiftet den Löwen am Schluss.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Werk stellt das einzige deutschsprachige Tierepos aus dieser Zeit dar, nachgewiesen in drei Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts. Bearbeitungen weiterer Verfasser erfuhr es nicht. In der Frühzeit des Buchdrucks fand <i>Reinhart Fuchs</i> keine Verbreitung; wiederentdeckt wurde er im 19. Jahrhundert von <a href="Jacob_Grimm" title="Jacob Grimm">Jacob Grimm</a>.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Reynaerts_Historie">Reynaerts Historie</h4></div>
<p>Im 13. Jahrhundert verfasste ein <a href="Grafschaft_Flandern" title="Grafschaft Flandern">Flame</a> namens Willem eine <a href="Mittelniederl%C3%A4ndisch" class="mw-redirect" title="Mittelniederländisch">mittelniederländische</a> Version <i><a href="Van_den_vos_Reynaerde" title="Van den vos Reynaerde">Van den vos Reynaerde</a></i>, in dem ebenfalls die Spuren des <i>Roman de Renart</i> festzustellen sind. Willems Fassung erzählt vom Hoftag des Löwen, den Anklagen gegen den abwesenden Fuchs und davon, wie dieser die beiden Boten Bär und Kater betrügt. Sie endet mit dem Todesurteil gegen den Fuchs und seiner Erfindung der Lügengeschichte, mit der er seinen Kopf aus der Schlinge zieht, sowie seinem Versprechen, nach Rom zu pilgern und seinem anschließenden Verrat. Im Gegensatz zum eher belehrenden <i>Reinhart Fuchs</i> ist Willems Werk durch ungebremste Erzählfreude und eine Häufung <a href="Schwank" title="Schwank">schwankhafter</a> Einfälle gekennzeichnet. Womöglich provoziert durch den offenen Schluss – der Rehabilitierung von Bär und Wolf nach Reinekes Hasenkopf-Verrat – erfuhr das Werk um 1375 eine Bearbeitung durch einen unbekannten Verfasser, der die Erzählung als <i>Reynaerts Historie</i> erheblich erweiterte und die Struktur des zweimaligen Gerichtsverfahrens aufbaute.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die beiden Versdichtungen werden heute als <i>Reynaert I</i> und <i>Reynaert II</i> geführt.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Fassung Willems wurde zur niederländischen Nationalliteratur; die Stadt <a href="Hulst" title="Hulst">Hulst</a>, die in dem Epos erwähnt ist, hat dem <i>Reynaerd</i> ein Denkmal gesetzt.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Weitere_Bearbeitungen">Weitere Bearbeitungen</h4></div>
<p>Der <i>Reynaert II</i> erfuhr in der Frühzeit des Buchdrucks noch zweimal eine Bearbeitung, dabei eine in Prosa, gedruckt von <a href="Gerard_Leeu" title="Gerard Leeu">Gerard Leeu</a> in <a href="Gouda_(Niederlande)" title="Gouda (Niederlande)">Gouda</a> 1479 unter dem Titel <i>Historie van reynaert die vos</i>, die 1485 von Jacob Jacobsz van de Meer in <a href="Delft" title="Delft">Delft</a> nachgedruckt wurde. Die andere, eine Fassung in Versen mit Prosakommentaren, erschien zwischen 1487 und 1490 in <a href="Antwerpen" title="Antwerpen">Antwerpen</a>, wiederum gedruckt von Gerard Leeu, der unterdessen seine <a href="Offizin" title="Offizin">Offizin</a> dorthin verlegt hatte. Diese Versfassung ist nur in sieben heilen Blättern erhalten.
</p><p>Von den Niederlanden aus hielt <i>Reynaert</i> als <i>Reynard</i> auch Einzug in England und begründete dort eine eigene Texthistorie; Rückwirkungen auf die kontinentale Entwicklung des Stoffes sind nicht eindeutig nachgewiesen. 1481 druckte <a href="William_Caxton" title="William Caxton">William Caxton</a> <i>The History of Reynard the Fox</i>, eine englische Übersetzung der niederländischen Prosafassung der Goudaer Ausgabe von Geeraert Leeu.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine gedruckte Lübecker Übertragung des <i>Reynaert II</i> ins <a href="Niederdeutsche_Sprache" title="Niederdeutsche Sprache">Niederdeutsche</a> 1498 mit einem <i>Reynke</i> als Protagonisten überlieferte durch die Verbreitung ihrer Nachdrucke und Übersetzungen diese spätmittelalterliche niederländische Erzählung in ihrem Inhalt, ihrem Aufbau und mit ihrem Personal bis heute.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Lübecker_Druck_von_1498"><span id="Der_L.C3.BCbecker_Druck_von_1498"></span>Der Lübecker Druck von 1498</h3></div>
<p>Im Jahr 1498 gab <a href="Hans_van_Ghetelen" title="Hans van Ghetelen">Hans van Ghetelen</a> in seiner <i>Mohnkopfdruckerei</i> in <a href="L%C3%BCbeck" title="Lübeck">Lübeck</a> das Werk <i><a href="Reynke_de_vos" title="Reynke de vos">Reynke de vos</a></i> heraus, eine niederdeutsche Dichtung in 7791 <a href="Knittelvers" title="Knittelvers">knittelnden</a> und in Paaren gereimten Versen, deren Kapitel in vier Bücher unterschiedlicher Länge eingeteilt und von denen zwei mit Prosavorreden versehen wurden. Den einzelnen Kapiteln waren <a href="Glosse_(Erl%C3%A4uterung)" title="Glosse (Erläuterung)">Glossen</a> in Prosa angefügt, die dem Leser die Geschehnisse für seinen Alltag kommentierten und die heute als sogenannte „katholische Glossen“ geführt werden.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Ausgabe war mit 89 <a href="Holzschnitt" title="Holzschnitt">Holzschnitten</a> reich illustriert.
</p><p>Die Geschichte <i>Reynkes</i>, dessen Name die niederdeutsche Verkleinerungsform des <i>Reynaert</i> oder <i>Reinhart</i> darstellt, spielt in <a href="Flandern" title="Flandern">Flandern</a>, wie anhand einiger Verweise im Text, wie zum Beispiel auf die Stadt <a href="Gent" title="Gent">Gent</a>, erkennbar ist; zudem meldete sich im Vorwort ein vom Namen her ebenfalls dem niederländischen Sprachraum zuzuordnender <a href="Hinrek_van_Alkmer" title="Hinrek van Alkmer">Hinrek von Alckmer</a> als Vermittler und Bearbeiter der Geschichte. Sein Name als Verfasser ebenso wie die Angaben zu seiner Person sind lediglich aus diesem Druck überliefert und die Urheberschaft wurde bereits im 19. Jahrhundert bestritten; als Bearbeiter wurde auch ein namentlich unbekannter Lübecker Ordensgeistlicher vermutet.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auf welcher Vorlage der Lübecker Druck beruht, ist unbekannt. Es kann jedoch als gesichert gelten, dass die benutzte Vorlage letzten Endes wieder auf den <i>Reynaert II</i> zurückgeht.
</p><p>Der Druck ist nur in einer einzigen <a href="Inkunabel" title="Inkunabel">Inkunabel</a> vollständig erhalten, die sich in der <a href="Herzog_August_Bibliothek" title="Herzog August Bibliothek">Herzog August Bibliothek</a> in <a href="Wolfenb%C3%BCttel" title="Wolfenbüttel">Wolfenbüttel</a> befindet.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gleichwohl begründete dieser Druck die weitere Überlieferung <i>Reinekes</i> im deutschsprachigen Raum in der Geschichte seiner Nachdrucke und deren Rezeption.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Von_der_Inkunabel_zum_Volksbuch">Von der Inkunabel zum Volksbuch</h2></div>
<p>Ausgehend von dem Lübecker Druck von 1498 verbreitete sich die niederdeutsche Verserzählung von <i>Reynke de vos</i> im 16. Jahrhundert über weitere Druckorte; darüber hinaus erreichte sie durch ihre Übersetzung ins Lateinische auch internationalen Absatz. Über Lübeck gelangte die Geschichte insbesondere in den gesamten skandinavischen Sprachraum und wurde in Nordeuropa zum <a href="Volksbuch" title="Volksbuch">Volksbuch</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Ausgaben_des_16._und_17._Jahrhunderts">Die Ausgaben des 16. und 17. Jahrhunderts</h3></div>
<p>Der Lübecker <i><a href="Reynke_de_vos" title="Reynke de vos">Reynke de vos</a></i> wurde 1510 und 1517 in <a href="Rostock" title="Rostock">Rostock</a> nachgedruckt. Der erste Nachdruck ist nicht erhalten; der zweite von 1517 enthielt nur noch 30 Holzschnitte und hatte einen deutlich geringeren Umfang an Blättern als die Lübecker Inkunabel.
Der zeitliche Abstand zwischen den Auflagen war angesichts der Absatzmöglichkeiten für Buchpublikationen in der Hansestadt relativ groß. Dies und der deutlich reduzierte Umfang des überlieferten Nachdrucks führten in der neueren Forschung zu der Vermutung, dass die Geschichte zunächst keine bemerkenswerte Aufnahme durch das Publikum erfuhr.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Verbreitung_des_niederdeutschen_Reyneke_Vosz">Verbreitung des niederdeutschen <i>Reyneke Vosz</i></h4></div>
<p>Die eigentliche Erfolgsgeschichte des <i>Reynke de vos</i> begann 1539 mit einer von <a href="Ludwig_Dietz_(Buchdrucker)" title="Ludwig Dietz (Buchdrucker)">Ludwig Dietz</a> wiederum in Rostock gedruckten Ausgabe mit dem Titel <i>Reyneke Vosz de olde</i>, die nunmehr mit erheblich erweiterten Kommentaren versehen worden war (der sogenannten „protestantischen Glosse“).<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der niederdeutsche <i>Reyneke Vosz</i> erfuhr von 1549 bis 1610 noch elf weitere Auflagen in Rostock, <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a> und <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a>. Die Ausgaben unterschieden sich in Format und Ausstattung. So gab der Frankfurter Drucker Cyriacus Jacob 1550 einen kostspieligen Band im <a href="Buchformat" title="Buchformat">Quartformat</a> heraus, der allerdings auf die Kapitelglossen verzichtete und deshalb mit 150 Blättern auskam. Ebenfalls in Frankfurt erschien bei Nikolaus Bassée ein <i>Reyneke</i>-Druck als wohlfeiles <a href="Buchformat" title="Buchformat">Oktav</a>; die Drucke des Hamburgers Paul Lange von 1604 und 1606 sowie ein später Nachkömmling des niederdeutschen <i>Reynke</i>, gedruckt 1660 bei Zacharias Dose in Hamburg, folgten diesem Format.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Hochdeutsche_und_lateinische_Ausgaben">Hochdeutsche und lateinische Ausgaben</h4></div>
<p>Noch vor der Rostocker Ausgabe von 1549 hatte Cyriacus Jacob im Jahre 1544 in Frankfurt einen Druck im <a href="Buchformat" title="Buchformat">Folioformat</a> herausgegeben mit dem Titel <i>Von Reinicken Fuchs</i>, eine <a href="Fr%C3%BChneuhochdeutsche_Sprache" title="Frühneuhochdeutsche Sprache">hochdeutsche</a> Übertragung des <i>Reyneke Vosz</i>, die vermutlich von <a href="Michael_Beuther" title="Michael Beuther">Michael Beuther</a> verfasst worden war und in deren Folge Frankfurt zum wichtigsten Druckort für die <i>Reineke</i>-Tradition wurde; bis zum Beginn des <a href="Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg" title="Dreißigjähriger Krieg">Dreißigjährigen Krieges</a> erschienen hier 21 hochdeutsche, fünf niederdeutsche und sieben lateinische Auflagen. Die erste Übertragung ins Lateinische hatte <a href="Hartmann_Schopper" title="Hartmann Schopper">Hartmann Schopper</a> besorgt nach der hochdeutschen Version. Sie erschien 1567 unter dem Titel <i>Opus poeticum de admirabili fallacia et astutia vulpeculae Reinikes</i>, eine <i>Dichtung über die füchsische Intrige und List des bemerkenswerten Reinike</i>, bei <a href="Sigmund_Feyerabend" title="Sigmund Feyerabend">Sigmund Feyerabend</a> und Simon Huter in Frankfurt am Main und enthielt eine Widmung <i>ad divum Maximilianum secundum</i>, den <i>göttlichen Kaiser</i> <a href="Maximilian_II._(HRR)" title="Maximilian II. (HRR)">Maximilian II</a>. Die Ausgabe wurde bis zum Jahre 1612 nachgedruckt. 1588 wurde eine lateinisch-hochdeutsche Bearbeitung Joseph Lautenbachs gedruckt unter dem Titel <i>Technae aulicae/Weltlauff vnnd Hofleben</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Übersetzungen"><span id=".C3.9Cbersetzungen"></span>Übersetzungen</h4></div>
<p>Die lateinische Ausgabe Schoppers war seit ihrer zweiten Auflage von 1574/75 versehen mit dem Untertitel <i>Speculum vitae aulicae</i>, <i>Spiegel des Hoflebens</i>. Sie wurde im 17. Jahrhundert zum Anlass für Übersetzungen in verschiedene Landessprachen, wie zum Beispiel unter anderem ins Englische, wo <i>Reineke</i> in Konkurrenz ging zu einer seit der Ausgabe von Caxton im Jahre 1481 erfolgten eigenen Texttradition, und ins Spanische. Die Verbreitung <i>Reinekes</i> im skandinavischen Sprachraum war zunächst der niederdeutschen Rostocker Ausgabe des <i>Reyneke Vosz</i> von 1539 gefolgt; eine erste dänische Übersetzung war bereits 1555 in Lübeck erschienen. In <a href="Stockholm" title="Stockholm">Stockholm</a> kam <i>Reineke</i> im Jahre 1621 auch auf Schwedisch heraus, bearbeitet nach einer in Hamburg 1604 gedruckten lateinischen Ausgabe; eine englische Übersetzung aus dem Jahre 1706 folgte ebenfalls dieser Hamburger Fassung.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Volksbücher"><span id="Volksb.C3.BCcher"></span>Volksbücher</h4></div>
<p>Im Jahre 1650 erschien eine poetisch freie Bearbeitung der hochdeutschen Frankfurter Fassung, die Ende des Jahrhunderts in Prosa umgearbeitet wurde und mehrere Auflagen erfuhr.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auf der Barockfassung gründeten <i>Der listige Reineke Fuchs</i> und <i>Des durchtriebenen Reineke Fuchs Leben und Buben-Stücke</i>, gedruckt in Hamburg von Thomas von Wiering zwischen 1690 und 1700. <i>Reineke</i> war zum Volksbuch geworden, zum Stoff für freie Gestaltungen, die hinreichende Aussichten auf kommerziellen Absatz versprachen und meist als „Erstdrucke“ auf den Markt kamen.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Illustrationen">Illustrationen</h3></div>
<p>Die Inkunabel von 1498 enthielt 89 Holzschnitte, die für einige Ausgaben auch <a href="Kolorieren" title="Kolorieren">koloriert</a> wurden. Die teure Aufmachung weist darauf hin, dass der Druck bei den wohlhabenden Lübecker Ständen vertrieben werden sollte.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Bilder zeigen das Löwenpaar stets im <a href="Ornat" title="Ornat">Herrscherornat</a>, die Tieruntertanen behalten indes ihre Natur, deren Eigenart der Gestalter in differenzierten Schnittschraffuren auszudrücken versuchte; für seine Rolle als Mönch wird dem Fuchs allerdings eine Kutte übergezogen. Eine besondere Form der Lübecker Ausgabe stellen die sogenannten <i><a href="Dialogus_creaturarum" title="Dialogus creaturarum">Dialogus</a></i>-Holzschnitte dar, die als Zwischenspiel in Form eines das Geschehen glossierenden Gesprächs der Tiere das 2. Buch einleiten. Die Tierdarstellungen sind hier gestalterisch reduzierter angelegt als in den Illustrationen der Handlung und gewinnen durch ihren Zusammenhang mit dem Text <a href="Emblematik" class="mw-redirect" title="Emblematik">emblematischen</a> Charakter.
</p><p>Für die Rostocker Ausgabe von 1539 entwarf <a href="Erhard_Altdorfer" title="Erhard Altdorfer">Erhard Altdorfer</a>, Hofmaler in <a href="Schwerin" title="Schwerin">Schwerin</a>, eine neue Serie von Holzschnitten, die in der Verfeinerung des Schnitts den Ausdruck der Figuren in ihrer Umgebung entfaltet und steigert. Die Serie illustrierte die weiteren Rostocker Nachdrucke des 16. Jahrhunderts. In anderen Druckorten wurde sie kopiert und nachgeschnitten; die Abbildungen erschienen seitenverkehrt und in den Details gestalterisch deutlich variiert.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Die niederdeutschen und lateinischen Ausgaben, die seit Ende des 16. Jahrhunderts im nunmehr vorherrschenden Oktavformat erschienen, erhielten neue, kleinformatige Holzschnitte; diese Serie tauchte bis zu Zacharias’ Hamburger Ausgabe 1660 in den Drucken auf.
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<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kommentare">Kommentare</h3></div>
<p>In der langen Geschichte seiner Drucke wurde <i>Reineke</i> von <a href="Glosse_(Erl%C3%A4uterung)" title="Glosse (Erläuterung)">Glossen</a> begleitet, die einen deutlichen Wandel in den Absichten der jeweiligen Bearbeiter, den stets nahezu unveränderten Text in seiner Lesart für das Publikum aufzubereiten, dokumentieren.
</p><p>Der katholische Glossator der Ausgabe von 1498 wendet sich erkennbar an ein städtisches Publikum. Er ist bemüht, dem Leser einen <i>Sündenspiegel</i> vorzuhalten, indem er die Geschichte im Sinne einer Fabel und ihrer Auslegung darbringt und den Fuchs als <i>figura diaboli</i> herausarbeitet. Zwar übt er auch Kritik an der Kirche, gleichwohl warnt er davor, als Laie einem Geistlichen Schlechtes nachzusagen. Die Kommentare unterstützen die Vermutung, dass der Bearbeiter der Lübecker Fassung ein Geistlicher aus den Ordenskreisen der Stadt gewesen sei.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die protestantischen Glossen des Rostocker Drucks von 1539 äußern eine deutlich veränderte Sicht; sie nehmen Kirche, Papsttum, <a href="M%C3%B6nchtum" title="Mönchtum">monastisches</a> Leben und kirchliches Recht grundsätzlich ins Visier. Der Bearbeiter kritisiert zum Beispiel nicht nur das unnütze Leben der Nonnen (1. Buch, 18. Kapitel), sondern geißelt auch das <a href="Ablass" title="Ablass">Ablasswesen</a>, die <a href="Wallfahrt" title="Wallfahrt">Wallfahrten</a> sowie das kirchliche <a href="Anathema" title="Anathema">Bannverfahren</a> (1. Buch, 29. Kapitel) und unterstreicht damit seinen <a href="Reformation" title="Reformation">reformatorischen</a> Standpunkt. Desgleichen wendet er sich in der Grundsätzlichkeit seiner Kommentare gegen Missstände seiner Zeit, wie zum Beispiel gegen die Praxis, sich durch „geschencke“ oder „van übler art“ Positionen bei Hofe zu erschleichen (1. Buch). „Als solche, als Kritik an der alten Kirche und den sozialen Verhältnissen, entfaltete die Dichtung ihre volle Wirkung und gewann die Gunst des Publikums.“<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die 1544 von Cyriacus Jacob in Frankfurt herausgegebene hochdeutsche Fassung zeigt eine weitere Tendenz, die Dichtung von <i>Reineke</i> zu beleuchten. Bereits im Titel (<i>Ander Teyl Des Buchs Schimpff un[d] Ernst [...]</i>) verweist diese Ausgabe auf ein weiteres beliebtes Buch der Zeit: <i>Schimpf und Ernst</i> von <a href="Johannes_Pauli_(Franziskaner)" title="Johannes Pauli (Franziskaner)">Johannes Pauli</a>. Der hochdeutsche Bearbeiter teilt in seiner „Vorrede an den Leser“ mit, dass er sich mit seinen Vorgängern auseinanderzusetzen gedenke, deren Kommentare zu kürzen vorhabe und überdies anonym bleiben wolle. Seine Anmerkungen zeigen literarische Ambitionen, indem er zum Beispiel gelegentlich statt eines Kommentars ein Gedicht beisteuert und damit die bereits im Titel angedeutete Möglichkeit erschließt, durch die Manier der Anspielung dem Leser anheimzustellen, sich durch seine Kritik angesprochen zu fühlen oder nicht.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch wenn die Kommentare in ihrer Tradition, allein von ihrem Umfang her, den Text eher zuzudecken als zu erschließen scheinen,<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> verdeutlichen sie die besondere Eignung der Erzählung für Auseinandersetzungen sowohl mit gesellschaftlichen Wirklichkeiten als auch mit einem jeweiligen Gegner; der außerordentliche Erfolg der Geschichte von <i>Reineke</i> seit dem 16. Jahrhundert wird deshalb insbesondere ihren Glossen zugeschrieben.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vom_Volksbuch_zum_Heldenepos">Vom Volksbuch zum Heldenepos</h2></div>
<p>Im Jahre 1711 gab <a href="Friedrich_August_Hackmann" title="Friedrich August Hackmann">Friedrich August Hackmann</a> das Epos in der Fassung des Lübecker Drucks von 1498 in Wolfenbüttel neu heraus mit dem Titel <i>Reineke de Vos mit dem Koker</i> in der Absicht, dem barocken Ton der Bearbeitungen des 17. Jahrhunderts die ursprüngliche Fassung entgegenzustellen; das <a href="Kupferstich" title="Kupferstich">Titelkupfer</a> zeigte einen Fuchs mit Köcher und Pfeil vor König Nobel. Hackmann hatte bereits 1709 in <a href="Helmstedt" title="Helmstedt">Helmstedt</a> als Professor Vorlesungen gehalten über den <i>Reineke Vosz</i>, wobei er sich unbotmäßige Äußerungen gegen Standespersonen erlaubt und die Religion verspottet hatte, was ihm infolge ein Vorlesungsverbot und das <i><a href="Consilium_abeundi" title="Consilium abeundi">Consilium abeundi</a></i>, den <i>Rat, wegzugehen</i>, einbrachte: er wurde der Stadt verwiesen.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Vierzig Jahre später wurde die Ausgabe Hackmanns zur Vorlage für die Prosaübertragung Johann Christoph Gottscheds.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gottscheds_Reineke_der_Fuchs">Gottscheds <i>Reineke der Fuchs</i></h3></div>
<p><a href="Johann_Christoph_Gottsched" title="Johann Christoph Gottsched">Johann Christoph Gottsched</a> (1700–1766), Gelehrter und eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des literarischen Lebens im 18. Jahrhundert, war auch ein Kenner der altdeutschen Literatur. Im Jahre 1752 veröffentlichte er eine Prosafassung des Tierepos unter dem Titel <i>Reineke der Fuchs</i> bei <a href="Bernhard_Christoph_Breitkopf" title="Bernhard Christoph Breitkopf">Breitkopf</a> in <a href="Leipzig" title="Leipzig">Leipzig</a> und <a href="Amsterdam" title="Amsterdam">Amsterdam</a>. Als Vorlage diente ihm neben Hackmanns Ausgabe auch die Frankfurter Versübertragung ins Neuhochdeutsche von 1544.
</p><p>Gottsched behielt die Einteilung in vier Bücher bei, hob „Heinrich von Alkmar“ im Titel prominent hervor und gab die niederdeutsche Fassung von 1498 in den Anhang, allerdings ohne deren Kommentare. Seiner Prosafassung vorangestellt sind die Vorreden Hinreks von Alkmer von 1498 und die eines Nikolaus Baumann aus der Rostocker Ausgabe von 1549; den Kapiteln im Einzelnen sind die „Alkmarischen“ und die „Baumannischen Anmerkungen“ angefügt. In einer eigenen Einleitung lieferte Gottsched zudem eine „historisch-kritische Betrachtung“, in der er anhand einer Quellensammlung „Von dem wahren Alter dieses Gedichts“ (II. Abschnitt) berichtete und darüber hinaus auch die bisherigen „Ausgaben und Übersetzungen“ bibliographisch erfasste (IV. Abschnitt). In Abgrenzung zu den bereits vorliegenden Prosafassungen, die er weder für textgetreu noch „heute zu Tage […] überall ohne Ekel und Widerwillen zu lesen“ befand, sei sein Ansinnen, Reineke „aus den Händen des Pöbels“ zu reißen und ihn „wiederum in die Hände der vornehmen, klugen und witzigen Welt“ zu legen.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Ausgabe war mit 57 <a href="Radierung" title="Radierung">Radierungen</a> des niederländischen Malers und Grafikers <a href="Allart_van_Everdingen" title="Allart van Everdingen">Allart van Everdingen</a> illustriert. Sie zeigen die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung der Landschaft und der dazugehörigen menschlichen Behausungen, allerdings ohne ihnen menschliche Insignien anzuheften; ihre Stellung im Machtgefüge der erzählten Geschichte werden ausschließlich durch Ausdruck und Bewegung der Tiere verdeutlicht. Ähnlich den Holzschnittserien des 15. und 16. Jahrhunderts trägt der Fuchs lediglich bei seinem Auftritt als Mönch eine Kutte.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Goethes_Reineke_Fuchs">Goethes <i>Reineke Fuchs</i></h3></div>
<p>Im Januar 1793 begann <a href="Johann_Wolfgang_von_Goethe" title="Johann Wolfgang von Goethe">Johann Wolfgang von Goethe</a> (1749–1832) mit einer <a href="Reineke_Fuchs_(Goethe)" title="Reineke Fuchs (Goethe)">Bearbeitung des <i>Reineke Fuchs</i></a> in Versen, die er im April abschloss. Ende desselben Jahres ging das Werk in Druck und erschien im Frühjahr 1794 als 2. Band der <i>Neuen Schriften</i> bei <a href="Johann_Friedrich_Unger_(Verleger)" title="Johann Friedrich Unger (Verleger)">Joh. Friedr. Unger</a> in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>. Es besteht aus 4312 Versen in <a href="Hexameter" title="Hexameter">Hexametern</a>, eingeteilt in zwölf <i>Gesänge</i>, und enthält keinen Kommentar.
</p>
<p>Vorlage für das Tierepos war die Prosafassung Gottscheds von 1752, die Goethe seit seiner Kindheit kannte.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Goethe besaß außerdem 56 Radierungen aus der <i>Reineke-Fuchs</i>-Serie Allart van Everdingens, die er 1783 auf einer Auktion erworben hatte.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Korrespondenz Goethes mit dem Breitkopf-Verlag im Jahre 1782 bezüglich der Druckplatten Allart van Everdingens lässt die Vermutung zu, dass Goethe bei der Abfassung seines <i>Reineke Fuchs</i> auch die Delfter Ausgabe der <i>Historie van reinaert die vos</i> von 1485 kannte.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Goethe hielt sich, abgesehen von der sprachlichen Gestalt und der neuen Einteilung, eng an die Vorlage. Die Hexameter verfasste er, wie er selbst sagte, „nach dem Gehör“.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die antike Form des Langverses der homerischen Heldenepen hatte in deutscher Sprache insbesondere durch <a href="Friedrich_Gottlieb_Klopstock" title="Friedrich Gottlieb Klopstock">Klopstocks</a> <i>Messias</i> (seit 1748), aber auch durch die aktuellen Homer-Übersetzungen von <a href="Friedrich_Leopold_zu_Stolberg-Stolberg" title="Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg">Stolberg</a> (1778) und <a href="Johann_Heinrich_Vo%C3%9F" title="Johann Heinrich Voß">Voß</a> (1781) Beachtung gefunden, galt indes als Ausdrucksform ernster oder feierlicher Themen. Goethes Verwendung hatte jedoch einen spielerischen Charakter, da er die Verse nicht auszählte und die <a href="Z%C3%A4sur" title="Zäsur">Zäsuren</a> zugunsten der Treffsicherheit des Ausdrucks frei gestaltete. Die Lässigkeit dieses Stils nimmt der Geschichte, die Goethe als „unheilige Weltbibel“ bezeichnete, alles Lehrhafte und <a href="Allegorie" title="Allegorie">Allegorische</a>.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Reineke-Zyklus_Wilhelm_von_Kaulbachs">Der Reineke-Zyklus Wilhelm von Kaulbachs</h3></div>
<p>Der Verleger <a href="Georg_von_Cotta" title="Georg von Cotta">Johann Georg Freiherr Cotta von Cottendorf</a> (1796–1863), dessen Haus, die <a href="Cotta%E2%80%99sche_Verlagsbuchhandlung" title="Cotta’sche Verlagsbuchhandlung">Cotta’sche Verlagsbuchhandlung</a> in <a href="Stuttgart" title="Stuttgart">Stuttgart</a>, zum bedeutendsten Verlag der Klassiker geworden war und unter anderem auch seit 1806 die Werke Goethes publizierte, hatte begonnen, eine Reihe großformatig aufgemachter Einzeleditionen herauszugeben, an denen der Münchner Künstler <a href="Wilhelm_von_Kaulbach" title="Wilhelm von Kaulbach">Wilhelm von Kaulbach</a> (1804–1874) mitarbeitete. 1840 schloss Cotta mit dem Künstler einen Vertrag, die Illustrationen für eine Neuausgabe von Goethes <i>Reineke Fuchs</i> zu gestalten. Kaulbach, mit eigenen Monumentalgemälden im Atelier langfristig beschäftigt, arbeitete drei Jahre abends an dem verhältnismäßig hoch dotierten Auftrag und lieferte 36 Hauptbilder und zahlreiche <a href="Vignette" title="Vignette">Vignetten</a> ab. Die Zeichnungen wurden von Hans Rudolf Rahn in <a href="Z%C3%BCrich" title="Zürich">Zürich</a> und dem <a href="M%C3%BCnchen" title="München">Münchner</a> Adrian Schleich in Kupfer gestochen; 1846 erschien das Buch im <a href="Buchformat" title="Buchformat">Folioformat</a>, eingebunden in rotem oder blauen Leder mit in Gold eingefärbten <a href="Blindpr%C3%A4gung" title="Blindprägung">Blindprägungen</a>.</p>
<p>Kaulbach hatte in den drei Jahren zunehmend seine Zeichnungen zum <i>Reineke</i> auch als Vehikel seiner persönlichen Auseinandersetzung mit den Entwicklungen seiner Zeit entdeckt; in allerlei Anspielungen der zeitgenössischen Staffage der Figuren oder der Details am Rande verspottete er <a href="Bourgeoisie" title="Bourgeoisie">neureiches</a> Gebaren, nahm gelegentlich auch einen Politiker aufs Korn oder machte sich über den ihm töricht erscheinenden Zeitgeist des <a href="Biedermeier" title="Biedermeier">Biedermeierlichen</a> lustig; so zeigt eine Tafel an Reinekes Burg Malepartus eine nur in der unteren Hälfte sichtbare, mit einem antikisierenden Röckchen ausgestattete, hüpfende Figur, die ein brennendes Häuschen mit einer Wasserkanne begießt; darunter die Inschrift: „Heiliger <a href="Florian_von_Lorch" title="Florian von Lorch">Florian</a> / beschütz dies Haus / zünd andere an“. König Nobel trägt schon mal in einer häuslichen Schlafzimmerszene den Schwanz durchs Knopfloch gezogen.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für Wilhelm von Kaulbach wurde die Cotta’sche Edition zum nachhaltigen Erfolg; das Buch kam 1865 erneut auf den Markt. Für den Verleger indes erwies sich eine 1857 aufgelegte kleinere Ausgabe als Goldgrube; sie erfuhr mehrere, allerdings nicht mehr datierte Auflagen. Kaulbachs Zeichnungen waren darin in einem im 19. Jahrhundert für die Massenproduktion entwickelten <a href="Holzschnitt" title="Holzschnitt">Holzdruckverfahren</a> erschienen; sie verstärkten <i>Reinekes</i> Popularität und verschafften auch dem Epos, das von den Goethe-<a href="Exegese" title="Exegese">Exegeten</a> als uneigenständiges Werk des Meisters angesehen und deshalb weniger gewürdigt worden war, nachhaltige Aufmerksamkeit.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Reineke_als_Baron_revolté"><span id="Reineke_als_Baron_revolt.C3.A9"></span>Reineke als <i>Baron revolté</i></h3></div>
<p>Cotta war die Arbeit Kaulbachs bei der gelegentlichen Einsicht in deren Fortschritt nicht ganz geheuer gewesen; er war auch Verleger einer weit verbreiteten <i>Allgemeinen Zeitung</i> und fürchtete deren Verbot durch den bayerischen Minister <a href="Karl_von_Abel" title="Karl von Abel">Karl von Abel</a>. Der Künstler quittierte diese Sorge mit einer Schlussvignette, die den <a href="Greif" title="Greif">Greifen</a> des Verlagshauses als von Motten umwehte <a href="Gouvernante" title="Gouvernante">Gouvernante</a> zeigt. In der Rückschau erscheint Cottas Befürchtung nicht unberechtigt. Im selben Jahr wie der Kaulbach-<i>Reineke</i> erschien 1846 ein <i>Neuer Reineke Fuchs</i> des Berliner Autors <a href="Adolf_Gla%C3%9Fbrenner" title="Adolf Glaßbrenner">Adolf Glaßbrenner</a>; das Werk entging nur knapp der Zensur und gilt heute als eine bedeutende Gesellschaftssatire des <a href="Vorm%C3%A4rz" title="Vormärz">Vormärz</a>.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Spur Reinekes als der <i>baron revolté</i>, der aufständische Adlige, den einst der altfranzösische <i>Renart</i> verkörpert hatte, war von deutschsprachigen Schriftstellern bereits am Ende des 18. Jahrhunderts in eigenen, freien Bearbeitungen aufgenommen worden, beflügelt durch die <a href="Franz%C3%B6sische_Revolution" title="Französische Revolution">Französische Revolution</a> und durch Goethes Versübertragung. Von einem ungenannten Verfasser stammte ein <i>Reineke Fuchs am Ende des philosophischen Jahrhunderts</i>, angeblich erschienen 1797 in <a href="Itzehoe" title="Itzehoe">Itzehoe</a>. Tatsächlich war dieses Werk aber aus <a href="Hamburg-Altona" class="mw-redirect" title="Hamburg-Altona">Altona</a> und schilderte den dänischen König <a href="Christian_VII._(D%C3%A4nemark_und_Norwegen)" title="Christian VII. (Dänemark und Norwegen)">Christian VII.</a> als kakaotrinkenden Trottel.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahre 1844 erschien <i>Der neue Reineke Fuchs in acht philosophischen Fabeln</i>, eine Satire auf die Philosophie <a href="Friedrich_Wilhelm_Joseph_Schelling" title="Friedrich Wilhelm Joseph Schelling">Schellings</a>; 1871 musste Reineke Sturm laufen in Bezug auf die <a href="Deutsch-Franz%C3%B6sischer_Krieg" title="Deutsch-Französischer Krieg">Kriegsereignisse von 1870/71</a>.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahre 1872 veröffentlichte der luxemburgische Schriftsteller <a href="Michel_Rodange" title="Michel Rodange">Michel Rodange</a> anonym seine Fassung der Goethe’schen Version des Reineke als <i>Renert oder de Fuuss am Frack an a Maansgréiss</i>. Darin benutzte er regionale Dialekte und nahm Bezug auf die aktuellen Verhältnisse.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vom_Heldenepos_zum_Kinderbuch">Vom Heldenepos zum Kinderbuch</h2></div>
<p>Die <a href="Romantik" title="Romantik">romantische</a> Mittelalter-Rezeption in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte Wiederauflagen des Volksbuchs mit der Geschichte Reinekes hervor, so zum Beispiel die Ausgabe von <a href="Karl_Simrock" title="Karl Simrock">Karl Simrock</a> im ersten Band seiner <a href="Die_deutschen_Volksb%C3%BCcher_(Karl_Simrock)" title="Die deutschen Volksbücher (Karl Simrock)"><i>deutschen Volksbücher</i></a> von 1845.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine 1803 verfasste Nachdichtung in romantisch anmutenden Knittelversen von <a href="Dietrich_Wilhelm_Soltau" title="Dietrich Wilhelm Soltau">Dietrich Wilhelm Soltau</a> erfuhr mehrere Auflagen bis 1830. Mit der Massenproduktion von Büchern seit den 1840er Jahren erschienen – neben den überwiegend von der Wissenschaft beachteten Editionen von Fragmenten und bisher unbekannten Textzeugen – auch zunehmend für ein breites Publikum aufgemachte und zum Teil gekürzte Ausgaben auf dem Markt; auf die Glossen wurde durchweg verzichtet, so dass diese heute weitgehend aus dem Bewusstsein der allgemeinen Leserschaft verschwunden sind. Im ausgehenden 19. Jahrhundert hatte das Motiv in Variationen in nahezu alle europäischen Landessprachen und in zahlreiche Dialekte Eingang gefunden.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im 20. Jahrhundert fand <i>Reineke</i> nicht nur erneut Künstler, wie zum Beispiel <a href="A._Paul_Weber" title="A. Paul Weber">A. Paul Weber</a> und <a href="Josef_Hegenbarth" title="Josef Hegenbarth">Josef Hegenbarth</a>, die seine Geschichte illustrierten,<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sondern auch Eingang zur nunmehr internationalen Bühne. Aus dem Jahre 1915 stammt die Oper <i>Le Renard</i> von <a href="Igor_Strawinsky" title="Igor Strawinsky">Igor Strawinsky</a>. Seit den 1960er Jahren eroberte Reineke die Sprechbühne, überwiegend in Adaptionen der Goethe’schen Fassung. Eine der erfolgreichsten Inszenierungen des <i>Reineke Fuchs</i> war die von <a href="Michael_Bogdanov" title="Michael Bogdanov">Michael Bogdanov</a> am <a href="Deutsches_Schauspielhaus" title="Deutsches Schauspielhaus">Hamburger Schauspielhaus</a>, die ab 1987 mehrere Jahre im Spielplan blieb.
Eine 1820 gekürzte und gesäuberte Bearbeitung von Friedrich Rassmann hatte den Weg zum <a href="Kinder-_und_Jugendliteratur" title="Kinder- und Jugendliteratur">Kinderbuch</a> geebnet,<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> das seit Mitte des 19. Jahrhunderts zum Programm der Verlage gehörte. Die alte Geschichte wurde nun zunehmend auch für den jungen Leser eingerichtet, durchweg zu dessen Belehrung;<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die Episoden des überlieferten Epos und seiner Volksbuchfassung erschienen zuweilen als einzelne Fabeln. <i>Reineke</i> diente infolge nicht nur der Erziehung, sondern wurde für die Kinder auch <a href="Propaganda" title="Propaganda">propagandistisch</a> aufbereitet; so kam zwischen 1937 und 1941 in den Niederlanden mit der Ausgabe <i>Van de vos Reynaerde</i> von <a href="Robert_van_Genechten" title="Robert van Genechten">Robert van Genechten</a> ein antisemitisches Kinderbuch heraus, das 1943 mit Geldern der Nationalsozialisten verfilmt wurde.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahre 1961 verfasste <a href="Franz_F%C3%BChmann" title="Franz Fühmann">Franz Fühmann</a> einen <i>Reineke Fuchs</i> für junge Leser in Prosa nach einer Ausgabe der Übertragung aus dem Niederdeutschen von Karl Simrock (1852) und einer niederdeutschen Fassung. In einem 20 Jahre später veröffentlichten Kommentar, <i>Grausames vom Reineke Fuchs</i>, beklagte er, aus „Prüderie“ das Original an einigen Stellen verfälscht zu haben.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine andere Ausgabe der Geschichte für Kinder, bearbeitet und illustriert von <a href="Janosch" title="Janosch">Janosch</a>, fand seit 1962 ihr Publikum.
</p><p>Für den gymnasialen Unterricht war bereits 1890 eine Ausgabe auf Lateinisch erschienen.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In den Formen des Kinderbuchs kam <i>Reineke</i> auch in die Lesebücher, allerdings meist nur in Auszügen der alten Geschichte.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Deutschbücher der jüngeren Zeit beschränkten <i>Reineke</i> unter dem Stichwort <i>Fabel</i> oft nur auf einzelne <a href="Motiv_(Literatur)" title="Motiv (Literatur)">Motive</a>, wie zum Beispiel das bereits im <i>Roman de Renart</i> erzählte sogenannte <i>Brunnenabenteuer</i>: der Fuchs befreit sich aus einem Brunnen, indem er den Wolf in denselben lockt und dort im Eimer hängen lässt.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Forschungsgeschichte">Forschungsgeschichte</h2></div>
<p>Für die Werkinterpretation sind seit dem 19. Jahrhundert insbesondere zwei Aspekte der philologischen Erforschung des <i>Reineke Fuchs</i> wichtig gewesen: das Problem der jeweiligen Vorlagen und die Verfasserfrage.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Gottsched hatte bereits 1752 im Vorwort seiner Prosaausgabe <i>Reineke der Fuchs</i> die wesentlichen Spuren der ihm vorliegenden Fassungen in der Tradition der Handschriften und Drucke aufgezeigt. 1834 veröffentlichte <a href="Jacob_Grimm" title="Jacob Grimm">Jacob Grimm</a> eine Edition von <a href="Heinrich_der_Gl%C3%AEchez%C3%A6re" title="Heinrich der Glîchezære">Heinrichs</a> <i>Reinhart Fuchs</i> zusammen mit anderen <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">mittelhochdeutschen</a> und lateinischen Tiererzählungen, darunter auch das Fragment einer sich in Den Haag befindenden Handschrift des <i>Reynaert II</i>, das der Niederländer H. van Wijn (1740–1831), ein Reichsarchivar, im Jahre 1780 in einem Rückdeckel entdeckt hatte. Grimm vermutete den im <i>Reynke de Vos</i> genannten <i>Hinrek van Alckmer</i> als den Bearbeiter der niederländischen Vorlage.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seine Auffassung wurde unterstützt durch eine Entdeckung von <a href="Friedrich_Culemann_(Kunstsammler)" title="Friedrich Culemann (Kunstsammler)">Friedrich Culemann</a> (1811–1886), Senator für Schulwesen in Hannover, ein Sammler bibliophiler Kostbarkeiten und der Vermittler des <i><a href="Evangeliar_Heinrichs_des_L%C3%B6wen" title="Evangeliar Heinrichs des Löwen">Evangeliars Heinrichs des Löwen</a></i> aus Prag an den Welfen <a href="Georg_V._(Hannover)" title="Georg V. (Hannover)">Georg V.</a> von Hannover im Jahre 1861.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Culemann hatte sieben Blätter eines Drucks erworben, die eine mittelniederländische Versfassung des <i>Reynaert</i> enthielten; sie befinden sich heute in <a href="Cambridge" title="Cambridge">Cambridge</a>.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Fragmente konnten mit dem Drucker der Antwerpener Prosafassung, Geeraert Leeu, identifiziert werden und bildeten das fehlende Zwischenstück zur Lübecker Inkunabel von 1498; im Jahre 1862 ließ <a href="August_Heinrich_Hoffmann_von_Fallersleben" title="August Heinrich Hoffmann von Fallersleben">August Heinrich Hoffmann von Fallersleben</a> die bis dahin nahezu unbekannten <i>Culemannschen Bruchstücke</i> nachdrucken.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der neueren Forschung der 1980er Jahre ergaben sich indes Zweifel an der Identität der Bruchstücke mit dem Werk Hinreks von Alkmer, wie es im Lübecker <i>Reynke</i>-Druck beschrieben ist.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Erforschung des Verhältnisses des Lübecker <i>Reynke de Vos</i> zu den niederländischen Vorlagen war zunächst von dem Fortschreiten der Textkenntnis bestimmt gewesen. Bereits 1783 hatte <a href="Ludwig_Suhl" title="Ludwig Suhl">Ludwig Suhl</a>, Lübecker Stadtbibliothekar und Subrektor des <a href="Katharineum_zu_L%C3%BCbeck" title="Katharineum zu Lübeck">dortigen Gymnasiums</a>, die Delfter Prosainkunabel von 1485 herausgegeben, die wahrscheinlich neben der Gottsched’schen Prosafassung Goethe bei der Bearbeitung seines <i>Reineke Fuchs</i> vorgelegen hat.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1852 gab Hoffmann von Fallersleben den <i>Reineke Vos. Nach der Lübecker Ausgabe vom Jahre 1498</i> in Breslau heraus. Eine erste Zusammenfassung des Kenntnisstands erfolgte 1880.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im 20. Jahrhundert wurden soziologische Fragestellungen und die der Wirkungsgeschichte bedeutsam sowohl für die Verfasserfrage als auch für die Erforschung der Vorlagen; beide Aspekte werden unterdessen als grundlegend angesehen für philologische Themen, wie zum Beispiel die <a href="Explikation" title="Explikation">Stellenexplikation</a>, die Namensgebung der Figuren oder auch die <a href="Ikonographie" class="mw-redirect" title="Ikonographie">Ikonographie</a> und die rechtshistorische Problematik in der Geschichte von <i>Reineke</i>.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit dem Jahre 1992 liegt eine <a href="Bibliografie" title="Bibliografie">Bibliographie</a> der <i>Reineke</i>-Drucke bis 1800 vor, besorgt von <a href="Hubertus_Menke" title="Hubertus Menke">Hubertus Menke</a>. Auf der Grundlage der Vorlagenhistorie wurde seit den 1990er Jahren, insbesondere auch von <a href="Klaus_D%C3%BCwel" title="Klaus Düwel">Klaus Düwel</a>, anhand der Traditionslinien des Stoffes dessen europäische Rezeptionsgeschichte zunehmend erforscht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausgaben_(Auswahl)"><span id="Ausgaben_.28Auswahl.29"></span>Ausgaben (Auswahl)</h2></div>
<ul><li>Johann Heinrich Ramberg (Zeichner), Dietrich Wilhelm Soltau (Autor), Waltraud Maierhofer (Hrsg.): <i>Reineke Fuchs – Reynard the Fox. / 31 Originalzeichnungen und neu kolorierte Radierungen mit Auszügen aus der deutschen Übersetzung des Epos im populären Stil von Soltau | 31 original drawings and newly colored etchings with excerpts from the English translation of the burlesque poem by Soltau.</i> VDG Weimar, Weimar 2016, ISBN 978-3-89739-854-2.</li>
<li><i>Reynaerts historie, Reineke Fuchs</i> (Ausgabe Mittelniederländisch/Hochdeutsch). Hrsg. von R. Schlusemann und P. Wackers. Münster 2005, ISBN 3-89688-256-2.</li>
<li><i>The Cambridge Reinaert Fragments</i>. Hrsg. von Karl Breul. Cambridge University Press 2010 (Neudruck der Erstausgabe von 1927). Mit Faksimiles der Fragmente und Transkription (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=8p_JKRsOK-oC&pg=PR17&lpg=PR17&dq=The+Cambridge+Reinaert+Fragments&source=bl&ots=I-YuDyyfbw&sig=JONXZX-phQmjBjvea-0-3BIhmrI&hl=de&ei=0J1QTtP9EYe18QPfrNipBw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBgQ6AEwADgK#v=onepage&q&f=false">online</a>)</li>
<li><i>Reynke de vos</i>, Lübeck 1498. Faksimile, Hamburg 1976 (<a href="Herzog_August_Bibliothek" title="Herzog August Bibliothek">Herzog August Bibliothek</a>, Wolfenbüttel; Microfiche Signatur: A: 32.14 Poet.)</li>
<li><i>Reynke de Vos</i>. Hrsg. von Hartmut Kokott. München 1981, ISBN 3-7705-1944-2.</li>
<li><i>Von Reinicken Fuchs</i>. Heidelberg, 1981 (Faksimile der Ausgabe Frankfurt 1544; mit einer Einführung von Hubertus Menke)</li>
<li><i>Reineke der Fuchs</i>. Johann Christoph Gottsched, <i>Ausgewählte Werke</i>. Hrsg. von Joachim und Brigitte Birke in 12 Bänden (1965–1995; Neudruck 2005). Band 4; Berlin / New York 1968, ISBN 3-11-018695-0.</li>
<li><i>Reineke Fuchs</i>. <i>Goethes Werke</i>, Band II: <i>Gedichte und Epen II.</i> München 1981 (nach der Hamburger Ausgabe von 1949–1967), ISBN 3-406-08482-6.</li>
<li><i>Reineke Fuchs</i>. Von <a href="Dietrich_Wilhelm_Soltau" title="Dietrich Wilhelm Soltau">D. W. Soltau.</a> Berlin 1803. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.com/books?id=PElSAAAAcAAJ&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false">Google Books</a>)</li>
<li><i>Reineke Fuchs. In 30 Blattern gezeichnet und radirt von Johann Heinrich Ramberg</i>. Hannover 1826.</li>
<li><i>Reineke der Fuchs. Für die gebildete Jugend bearbeitet</i>. 2., mit 12 neuen Kupfern verschönerte Aufl. Leipzig o. J. [1838].</li>
<li>Johann Wolfgang Goethe: Reineke Fuchs in zwölf Gesängen. Mit den Illustrationen von Wilhelm Kaulbach. <a href="Verlag_der_Nation" title="Verlag der Nation">Verlag der Nation</a> Berlin, 1982.</li>
<li>Johann Wolfgang von Goethe: <i>Reineke Fuchs.</i> Nach der Ausgabe von 1867. Mit einem Nachwort von <a href="Walter_Scherf" title="Walter Scherf">Walter Scherf</a> und 36 Stahlstichen von <a href="Wilhelm_von_Kaulbach" title="Wilhelm von Kaulbach">Wilhelm von Kaulbach</a>. Harenberg, Dortmund (= <i>Die bibliophilen Taschenbücher.</i> Band 49).</li>
<li>Karl Reißenberger (Hrsg.): <i>Reinhart Fuchs</i> (= <i>Altdeutsche Textbibliothek.</i> Band 7). Halle 1886.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Amand Berteloot, <a href="Loek_Geeraedts" title="Loek Geeraedts">Loek Geeraedts</a> (Hrsg.): <i>Reynke de Vos – Lübeck 1498. Zur Geschichte und Rezeption eines deutsch-niederländischen Bestsellers</i> (= <i>Niederlande-Studien, Kleinere Schriften.</i> Band 5). Lit, Münster 1998, ISBN 3-8258-3891-9.</li>
<li><a href="Klaus_D%C3%BCwel" title="Klaus Düwel">Klaus Düwel</a>: <i>Heinrich, Verfasser des „Reinhart Fuchs“.</i> In: <i>Die deutsche Literatur des Mittelalters. <a href="Verfasserlexikon" title="Verfasserlexikon">Verfasserlexikon</a></i> (VL). Bd. 3. Berlin/New York 1981, Sp. 666–677.</li>
<li>Klaus Düwel: <i>Reineke Fuchs.</i> In: <i>Enzyklopädie des Märchens.</i> Bd. 11. Berlin/New York 2004, Sp. 488–502.</li>
<li>Klaus Düwel: <i>Tierepik.</i> In: <i><a href="Reallexikon_der_deutschen_Literaturwissenschaft" title="Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft">Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft</a></i>. Bd. 3. Berlin/New York 2003, S. 639–641.</li>
<li><a href="Elisabeth_Frenzel" title="Elisabeth Frenzel">Elisabeth Frenzel</a>: <i>Reineke Fuchs.</i> In: dieselbe: <i>Stoffe der Weltliteratur. Ein Lexikon dichtungsgeschichtlicher Längsschnitte</i> (= <i><a href="Kr%C3%B6ners_Taschenausgabe" title="Kröners Taschenausgabe">Kröners Taschenausgabe</a>.</i> Band 300). 2., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1963, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/451357418">451357418</a></span>, S. 536–538.</li>
<li><a href="Jan_Goossens" title="Jan Goossens">Jan Goossens</a>, Timothy Sodmann (Hrsg.): <i>Reynaert Reynard Reynke. Studien zu einem mittelalterlichen Tierepos</i> (= <i>Niederdeutsche Studien.</i> Schriftenreihe der Kommission für Mundart- und Namenforschung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Band 27). Böhlau Verlag, Köln/Wien 1980 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.lwl.org/komuna/pdf/Bd_27.pdf">PDF</a>).</li>
<li>Jan Goossens: <i>Reynke de Vos.</i> In: <i>Die deutsche Literatur des Mittelalters. <a href="Verfasserlexikon" title="Verfasserlexikon">Verfasserlexikon</a></i> (VL). Bd. 8. Berlin/New York 1992, Sp. 12–20.</li>
<li>Jan Goossens: <i>Reynke, Reynaert und das europäische Tierepos. Gesammelte Aufsätze</i> (= <i>Niederlande-Studien.</i> Band 20). Münster/New York/München/Berlin 1998.</li>
<li><a href="Hans_Robert_Jau%C3%9F" title="Hans Robert Jauß">Hans Robert Jauß</a>: <i>Untersuchungen zur mittelalterlichen Tierdichtung</i>. Tübingen 1959.</li>
<li><a href="Fritz_Peter_Knapp" title="Fritz Peter Knapp">Fritz Peter Knapp</a>: <i>Renart.</i> In: <i><a href="Lexikon_des_Mittelalters" title="Lexikon des Mittelalters">Lexikon des Mittelalters</a></i> (LMA). Bd. 7. München 1995, Sp. 720–724.</li>
<li>Harald Maihold: <i>„Hab ich Strafe verdient, weil jene töricht gehandelt?“ – Rechtliche Aspekte in Goethes „Reineke Fuchs“.</i> In: <i>ius.full – Forum für juristische Bildung.</i> 2007, S. 105–113.</li>
<li>Jill Mann: <i>Nivardus von Gent.</i> In: <i>Die deutsche Literatur des Mittelalters. <a href="Verfasserlexikon" title="Verfasserlexikon">Verfasserlexikon</a></i> (VL). Bd. 6. Berlin/New York 1987, Sp. 1170–1178.</li>
<li><a href="Hubertus_Menke" title="Hubertus Menke">Hubertus Menke</a>: <i>Bibliotheca Reinardiana.</i> Teil I: <i>Die europäischen Reineke-Fuchs-Drucke bis zum Jahre 1800</i>. Stuttgart 1992, ISBN 3-7762-0341-2.</li>
<li><a href="Hubertus_Menke" title="Hubertus Menke">Hubertus Menke</a>, Ulrich Weber (Hrsg.): <i>Die unheilige Weltbibel: der Lübecker Reynke de Vos (1498–1998).</i> Ausstellung der Abteilung für Niederdeutsche Sprache und Literatur der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Zusammenarbeit mit der Bibliothek der Hansestadt Lübeck und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Abteilung für Niederdeutsche Sprache und Literatur der Christian-Albrechts-Universität, Kiel 1998.</li>
<li><a href="Walter_Scherf" title="Walter Scherf">Walter Scherf</a>: <i>Johann Wolfgang von Goethe. Reineke Fuchs</i>. Nachdruck der Ausgabe Stuttgart 1867, mit den Illustrationen Wilhelm von Kaulbachs. Dortmund 1978, S. 259–277 (Nachwort).</li>
<li><a href="Erich_Trunz" title="Erich Trunz">Erich Trunz</a>: <i>Reineke Fuchs.</i> In: <i>Goethes Werke</i> (GW). Band II: <i>Gedichte und Epen</i>. München 2005, S. 717–733 (Nachwort und Anmerkungen).</li>
<li><a href="Paul_We%C3%9Fels" title="Paul Weßels">Paul Weßels</a>: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://ostfrhist.hypotheses.org/445">Ein „Haupt- und Heldenbuch in plattdeutscher Sprache“ – Karl Tannen und seine Bearbeitung des „Reineke Voß“, Bremen 1861</a></i>. Bei: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://ostfrhist.hypotheses.org">Blog für ost-friesische Geschichte (hypotheses.org)</a></i> (abgerufen am 14. September 2021).</li>
<li>Beatrix Zumbült: <i>Die europäischen Illustrationen des „Reineke Fuchs“ bis zum 16. Jahrhundert.</i> Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster; Reihe X, Bd. 8. Zwei Bände (Text- und Katalogband). Münster 2011 (beide Bände als <a rel="nofollow" class="external text" href="https://miami.uni-muenster.de/Record/44a0d83f-279d-4e77-af96-c8737805ca83">PDF abrufbar</a>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Reineke_Fuchs?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Reineke Fuchs</a></span></b> – Album mit Bildern</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Reineke_Fuchs?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Reineke Fuchs</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Reineke_Fuchs_von_Fedor_Flinzer?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Reineke Fuchs von Fedor Flinzer</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Reineke_Fuchs" class="extiw external" title="s:Reineke Fuchs">Wikisource: Reineke Fuchs</a></b> – Quellen und Volltexte</div>
<p><b>Reineke Fuchs in Bibliothekskatalogen</b>
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=false&query=%22Reineke+Fuchs%22">Suche nach Reineke Fuchs</a>. In: <a href="Deutsche_Digitale_Bibliothek" title="Deutsche Digitale Bibliothek">Deutsche Digitale Bibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://gso.gbv.de/DB=2.1/SET=3/TTL=1/COLMODE=1/CMD?ACT=SRCHA&IKT=1016&SRT=YOP&TRM=reineke+fuchs">Suche nach Reinecke Fuchs im Gemeinsamen Verbundkatalog</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://stabikat.de/Search/Results?lookfor=%22Reineke+Fuchs%22">Suche nach Reineke Fuchs</a> im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin – <a href="Stiftung_Preu%C3%9Fischer_Kulturbesitz" title="Stiftung Preußischer Kulturbesitz">Preußischer Kulturbesitz</a></li></ul>
<p><b>Textausgaben und Scans</b>
</p>
<ul><li><i>Ecbasis captivi</i> (lateinisch) auf der Website von Ulrich Harsch <i>(Bibliotheca Augustana)</i>, 2006: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20190711100753/http://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost11/Ecbasis/ecb_intr.html">Introductio</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 11. Juli 2019 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) – <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20190314182830/http://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost11/Ecbasis/ecb_capt.html">Ecbasis</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 14. März 2019 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) – <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20220119181710/http://www.hs-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost11/Ecbasis/ecb_f.html">Fontes</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 19. Januar 2022 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341/"><i>Reinhart Fuchs</i></a> – Handschrift der Universitätsbibliothek Heidelberg: Cod. pal. germ 341 (Digitalisat); fol. 167v – 181v</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dbnl.nl/tekst/_vos001vosr01_01/index.htm">Reynaert I</a> – Textausgabe des <i>Institut voor Nederlandse Lexikologie</i> (ed.: J. Jannsens, R. van Daele, V. Uyttersprot)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dbnl.nl/tekst/_rei001rein01_01/">Reynaert II (<i>Reinaerts Historie</i>)</a> – Textausgabe des <i>Institut voor Nederlandse Lexikologie</i> (ed.: W. Gs. Hellinga)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://bestiary.ca/etexts/morley-history-of-reynard-the-fox.pdf">William Caxton: <i>The History of Reynard the Fox</i> (1481); pdf</a> – engl. spätmittelalterliche Fassung des Reineke-Stoffes, nach der Ausgabe von <a href="Henry_Morley" title="Henry Morley">Henry Morley</a> 1889 (392 kB)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20060425103649/http://www.bis.uni-oldenburg.de/~havekost/needer/reynke.htm">Reynke de Vos</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 25. April 2006 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) – <i>Karl von Ossietzky Universität Oldenburg</i>: Transkription der Lübecker Ausgabe von 1498 mit deren Holzschnitten, auf den Seiten sind S/W-Scans der Inkunabel verlinkt; im <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090707035951/http://www.bis.uni-oldenburg.de/~havekost/needer/anh1-0.htm"><i>Anhang</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 7. Juli 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>): <i>Aus der „jüngeren Glosse“ zu „Reinke dem Fuchs“ (nach dem Rostocker Druck von 1539)</i>; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN739948830&PHYSID=PHYS_0001&DMDID">Digitalisat</a> der Berliner Fragmente; <a rel="nofollow" class="external text" href="https://repositorium.uni-muenster.de/document/miami/e09f7bbf-0265-480a-b14e-3a1d5d2a6797/mnfd-bc-299.pdf">Volltext (PDF)</a>, Repositorium der Uni Münster, via <a rel="nofollow" class="external text" href="https://miami.uni-muenster.de/Record/e09f7bbf-0265-480a-b14e-3a1d5d2a6797">HAB Wolfenbüttel</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht/?PPN=PPN739948830">Reynke de vos</a>, Fragmente der Lübecker Ausgabe von 1498. Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin unter dem Titel „Reynaert die vos“</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.literature.at/viewer.alo?objid=10797&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=1">Johann Christoph Gottsched: <i>Reineke der Fuchs</i> (1752)</a> – Abdruck ohne Glossen in <i>Quellenschriften zur neuen deutschen Literatur</i>, hrsg. von Alex Bieling, 1886 (ab S. 8); Scan bei: austrian literature online (alo)</li>
<li><i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11201664?page=5">Heinrichs von Alkmar Reineke der Fuchs, mit schönen Kupfern; Nach der Ausgabe von 1498 ins Hochdeutsche übersetzet, und mit einer Abhandlung, von dem Urheber, wahren Alter und großen Werthe diese Gedichtes versehen, von Johann Christoph Gottscheden. Leipzig und Amsterdam, / Verlegts Peter Schenk, 1752</a></i></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeno.org/Literatur/M/Goethe,+Johann+Wolfgang/Versepen/Reineke+Fuchs"><i>Reineke Fuchs</i> von J. W. von Goethe, 1793/94</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00000258"><i>Reineke Vos. Nach der Lübecker Ausgabe vom Jahre 1498</i></a> – hrsg. von <a href="August_Heinrich_Hoffmann_von_Fallersleben" title="August Heinrich Hoffmann von Fallersleben">August Heinrich Hoffmann von Fallersleben</a>, Breslau 1852 (Digitalisat der <i>Digitalen Bibliothek Braunschweig</i>)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.org/details/bub_gb_jxQLAAAAQAAJ"><i>Das niederländische Volksbuch Reynaert de Vos, nach der Antwerpener Ausgabe von 1564</i></a> – hrsg. von <a href="Ernst_Martin_(Germanist)" title="Ernst Martin (Germanist)">Ernst Martin</a>, Paderborn 1876 (Digitalisat der Cornell University Library), Archivlink</li></ul>
<p><b>Bibliographie:</b>
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://animaliterbib.uni-trier.de/minev/Bibliographie/bibliographien/tier-in-tierbestimmter-literatur-1/tierepos-1/">Auswahlbibliographie Tierepos</a>, Schwerpunkt Reineke-Vorläufer (Universität Trier)</li></ul>
<p><b>Weiteres zum Thema:</b>
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://bestiary.ca/beasts/beast179.htm">Der Fuchs in mittelalterlichen Bestiarien (engl.)</a> – mit mittelalterlichen Vorstellungen über den Fuchs, Symbolgehalt/allegorischer Bedeutung, Auswahl an Illustrationen, Bibliographie und <a href="Bestiarium" title="Bestiarium">Bestiarien</a>-Handschriften</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://expositions.bnf.fr/bestiaire/index.htm">Tiere in mittelalterlichen Illuminationen (frz.)</a> – Website einer <a href="Bestiarium" title="Bestiarium">Bestiarien</a>-Ausstellung der <a href="Biblioth%C3%A8que_nationale_de_France" title="Bibliothèque nationale de France">Bibliothèque nationale de France</a> (BNF); u. a. mit einem Link zum <i>Roman de Renart</i>: Einführung (Audioversion, frz.) in das Werk und Scans einiger Seiten</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.christian-von-kamp.de/Reineke.html">Die Illustrationen Wilhelm von Kaulbachs (1846)</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Zur ausführlichen Inhaltsangabe siehe <i><a href="Reynke_de_vos#Inhalt" title="Reynke de vos">Reynke de vos</a>.</i></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu u. a.: Hans Robert Jauß: <i>Untersuchungen zur mittelalterlichen Tierdichtung</i>. Tübingen 1959; Peter Schneider: <i>Das unheilige Reich des Reineke Fuchs</i>. Frankfurt am Main 1990</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Düwel: <i>Reineke Fuchs.</i> In: <i><a href="Enzyklop%C3%A4die_des_M%C3%A4rchens" title="Enzyklopädie des Märchens">EM</a></i> Bd. 11 (2004), Sp. 488f.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Ecbasis cuiusdam captivi per tropologiam</i>. Die Flucht eines Gefangenen (Tropologisch). Text und Übersetzung. Mit Einleitung und Erläuterungen herausgegeben von Winfried Trillitzsch, historisch erklärt von Siegfried Hoyer. Leipzig 1964. Eine Kurzinformation über das Werk steht <a rel="nofollow" class="external text" href="http://bestiary.ca/biblios/biblio2649.htm">hier</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Auf der Webseite zu einer <a href="Bestiarium" title="Bestiarium">Bestiarien</a>-Ausstellung der <a href="Biblioth%C3%A8que_nationale_de_France" title="Bibliothèque nationale de France">Bibliothèque nationale de France</a> (BNF) über <a rel="nofollow" class="external text" href="http://expositions.bnf.fr/bestiaire/index.htm">Tiere in mittelalterlichen Illuminationen</a> lassen sich unter dem Link <i>roman de Renart</i> eine Einführung (Audioversion, frz.) in das Werk und Scans einiger Seiten eines Manuskripts der BNF abrufen. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090214165206/http://home.hiroshima-u.ac.jp/france/RRenart.html">Archivierter Text</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Knapp: <i>Renart.</i> In: <i><a href="Lexikon_des_Mittelalters" title="Lexikon des Mittelalters">LMA</a></i> Bd. 7 (1995), Sp. 721–722</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Jean-Claude Mühlethaler: <i>Satire et bestiaire – Figurativité animale et récriture dans ›Renart le Bestourné‹ de Rutebeuf.</i> In: Gisela Febel, Georg Maag (Hrsg.): <i>Bestiarien im Spannungsfeld zwischen Mittelalter und Moderne.</i> Gunter Narr Verlag, Tübingen 1997. </span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Knapp: <i>Renart.</i> In: <i><a href="Lexikon_des_Mittelalters" title="Lexikon des Mittelalters">LMA</a></i>, Bd. 7 (1995), Sp. 721</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Ingeborg Schröbler (Hrsg.): <i>Reinhart Fuchs.</i> 2. Auflage. Halle an der Saale 1952 (= <i>Altdeutsche Textbibliothek.</i> Band 7).</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Online sind <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.stefanjacob.de/Geschichte/Unterseiten/Literatur.php?Text=46">Textausschnitte aus dem <i>Reinhart Fuchs</i></a> des Elsässers Heinrich verfügbar.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Düwel: <i>Heinrich, Verfasser des „Reinhart Fuchs“.</i> In: <i><a href="Verfasserlexikon" title="Verfasserlexikon">VL</a></i> Bd. 3 (1981), Sp. 671, 675</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Knapp: <i>Renart.</i> In: <i><a href="Lexikon_des_Mittelalters" title="Lexikon des Mittelalters">LMA</a></i> Bd. 7 (1995), Sp. 723; Amand Berteloot: <i>„Were al dat laken pergement/dat dar wert ghemaket tho Gent,/men scholdet dar nicht in konen schryuen…“. Zur Vorgeschichte des „Reynke de Vos“.</i> In: Amand Berteloot u. a. (1998) S. 11–44; S. 23.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Transkriptionen der Texte <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dbnl.nl/tekst/_vos001vosr01_01/index.htm">ediert von Jauss (Reynaert I)</a> und <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dbnl.nl/tekst/_rei001rein01_01/">ediert von Hellinga (Reynaert II</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Das Fuchsdenkmal in Hulst (Detail)</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20080415125321/http://bestiary.ca/etexts/morley1889/morley1889.htm">William Caxton: The History of Reynard the Fox (1481)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 15. April 2008 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) nach der Ausgabe von Henry Morley 1889</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Düwel: <i>Reineke Fuchs.</i> In: <i><a href="Enzyklop%C3%A4die_des_M%C3%A4rchens" title="Enzyklopädie des Märchens">EM</a></i> Bd. 11 (2004), Sp. 492</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Goosens: <i>Reynke de Vos.</i> In: <i><a href="Verfasserlexikon" title="Verfasserlexikon">VL</a></i> Bd. 8 (1992), Sp. 17</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Die Bibliothek hält auch ein <a href="Faksimile" title="Faksimile">Faksimile</a> der Inkunabel <i>Reynke de vos</i>, Lübeck 1498 (Hamburg 1976) unter der Signatur: H 2° 278.120; ein Digitalisat existiert noch nicht.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">W. Günther Rohr: <i>Zur Rezeption des Reynke de Vos.</i> In: Berteloot u. a. (1998) S. 103–125; hier S. 104–107.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Nach Düwel, <i><a href="Enzyklop%C3%A4die_des_M%C3%A4rchens" title="Enzyklopädie des Märchens">EM</a></i> Bd. 11 (2004), Sp. 492</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Rohr in: Berteloot u. a. (1998), S. 107, S. 115.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Rohr in: Berteloot u. a. (1998), S. 122f.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Goosens: <i>Reynke de Vos.</i> In: <i><a href="Verfasserlexikon" title="Verfasserlexikon">VL</a></i> Bd. 8 (1992), Sp. 18</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Die Drucke seit 1498 sind erfasst in der Bibliographie von Hubertus Menke: <i>Bibliotheca Reinardiana. Teil I: Die europäischen Reineke-Fuchs-Drucke bis zum Jahre 1800.</i> Stuttgart 1992</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Rohr in: Berteloot u. a. (1998), S. 104.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe auch die Abbildungen bei Rohr in: Berteloot u. a. (1998), S. 107, S. 115.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Goosens: <i>Reynke de Vos.</i> In: <i><a href="Verfasserlexikon" title="Verfasserlexikon">VL</a></i> Bd. 8 (1992), Sp. 16f.; ausführlicher bei Rohr in: Berteloot u. a. (1998), S. 108ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Rohr in: Berteloot u. a. (1998), S. 112.</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Rohr in: Berteloot u. a. (1998), S. 118–122.</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Alex Bieling: <i>Die Reineke–Fuchs–Glosse in ihrer Entstehung und Entwicklung.</i> Berlin 1884; S. 10f.</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Rohr in: Berteloot u. a. (1998), S. 113.</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Nach: Jakob Franck: <i><a href="https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Hackmann,_Friedrich_August" class="extiw external" title="s:ADB:Hackmann, Friedrich August">Hackmann, Friedrich August</a>.</i> In: <i><a href="Allgemeine_Deutsche_Biographie" title="Allgemeine Deutsche Biographie">Allgemeine Deutsche Biographie</a></i> (ADB). Band 10, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 297 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Heinrichs von Alkmar Reineke der Fuchs mit schönen Kupfern; Nach der Ausgabe von 1498 ins Hochdeutsche übersetzt, und mit einer Abhandlung, von dem Urheber, wahren Alter und großen Werthe dieses Gedichtes versehen</i>, von Johann Christoph Gottscheden. Leipzig und Amsterdam, Verlegts Peter Schenk, 1752. <i>Einleitung des Herausgebers</i>, V. Abschnitt, S. 47 und 48</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Erich Trunz: <i>Reineke Fuchs.</i> GW, Nachwort Bd. 5; S. 718.</span>
</li>
<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Brief an seine Schwester Cornelia vom 13. Oktober 1765</span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">Erich Trunz (GW) Bd. 5, S. 717–719.</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Erich Trunz (GW) Bd. 5, S. 726.</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert nach Walter Scherf: <i>Wilhelm Kaulbach und seine Reineke-Fuchs-Illustrationen.</i> In: <i>Reineke Fuchs</i> (1978), S. 256.</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">Erich Trunz (GW) Bd. 5, S. 723.</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Walter Scherf in: <i>Reineke Fuchs</i> (1978), S. 263f.</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">Walter Scherf in: <i>Reineke Fuchs.</i> (1978), S. 265.</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Rohr in Berteloot u. a. (1998), S. 125.</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text">Rohr in: Berteloot u. a. (1998), S. 124.</span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Ein Fragment aus dem letzten Gesange von Reineke Fuchs</i>. B(erlin) 1871</span>
</li>
<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=-stLAQAAMAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false">Digitalisat der anonym erschienenen Ausgabe 1872</a></span>
</li>
<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Weitere Volksbuch-Ausgaben von <a href="Joseph_G%C3%B6rres" title="Joseph Görres">Joseph Görres</a>, <a href="Gustav_Schwab" title="Gustav Schwab">Gustav Schwab</a> (1817), G.O. Marbach (1840) u. a.</span>
</li>
<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">In Luxemburg erschien zum Beispiel 1872 das vom Volksdichter <a href="Michel_Rodange" title="Michel Rodange">Michel Rodange</a> verfasste Werk <i>Renert oder De Fuuß am Frack an a Ma'nsgrëßt. Op en Neis fotografëert vun Engem Letzebreger</i>, ein Epos in luxemburgischer Mundart mit dem Motiv des Reineke Fuchs.(Siehe <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.autorenlexikon.lu/page/document/361/3611/1/DEU/index.html">autorenlexikon.lu</a>, abgerufen am 18. Dezember 2024)</span>
</li>
<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text">Weblink (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.weber-museum.de/werk/illus/">Webers Buchillustrationen</a>); Seite mit <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20071026101519/http://www.oltmanns.de/kuenstler/A_Paul_Weber/textseite.htm">Fuchsbild</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 26. Oktober 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>). Hegenbarth: Zeichnungen zu Goethes Vers-Epos 1923; Publiziert in: Johann Wolfgang von Goethe: <i>Reineke Fuchs</i>. Insel: Frankfurt am Main 1964; Jubiläumsausgabe 1999 (vergriffen)</span>
</li>
<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Friedrich Rassmann: <i>Reineke Fuchs.</i> Liter. Commissions-Comtoir: Ronneburg 1820</span>
</li>
<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text">Zum Beispiel: <i>Reineke der Fuchs – eine Sage aus dem Königreich der Tiere.</i> Nach der niederdeutschen Ausgabe von 1498 übertragen durch <a href="Severin_R%C3%BCttgers" title="Severin Rüttgers">Severin Rüttgers</a>. Köln: Hermann & Friedrich Schaffstein, o. J. (Mit einem Vorwort für jüngere Leser) Der Text erschien in großer Fraktur, der <a href="Jugendstil" title="Jugendstil">Jugendstil</a>-Einband verweist auf ein Erscheinen um 1900. Ebenfalls in Frakturschrift veröffentlicht wurde: <i>Reineke Fuchs (Freie Nachdichtung des niederdeutschen Reinke de Vos.)</i> von <a href="Fedor_Flinzer" title="Fedor Flinzer">Fedor Flinzer</a>, <a href="Julius_Lohmeyer" title="Julius Lohmeyer">Julius Lohmeyer</a> und <a href="Edwin_Bormann" title="Edwin Bormann">Edwin Bormann</a>. Glogau: Carl Flemming 1881.</span>
</li>
<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text">Wiedergefunden 1991/2005; Egbert Barten and Gerard Groeneveld: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.awn.com/mag/issue1.7/articles/barten1.7.html">Reynard the Fox and the Jew Animal</a> (1996)</span>
</li>
<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Franz Fühmann</i> (Werke), Band 5. Hinstorff Verlag: Rostock 1993 (Neuauflage der Werkausgabe 1977–1988); S. 317ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Reinardus Vulpes</i>. Emendavit et adnotavit Guilelmus Knorr. Utini, impensis Petri Voelckersii, MDCCCLX (sic)</span>
</li>
<li id="cite_note-54"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-54">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. zum Beispiel: Bender <i>Deutsches Lesebuch</i>, um 1960: <i>Wie Reineke verklagt und verurteilt wurde und dennoch vom Galgen loskam. Nach dem Volksbuch erzählt von Herbert Kranz</i>. (S. 163–179)</span>
</li>
<li id="cite_note-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-55">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. <i>Deutschstunden. Lesebuch 7</i>. Berlin 1992; S. 151 (mit einer Erläuterung der prekären Situation Reinekes und der Aufforderung, selbst den Wolf ins Spiel zu bringen zu seiner Rettung, nebst einer Illustration, die Reinekes boshafte Lösung nahelegt)</span>
</li>
<li id="cite_note-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-56">↑</a></span> <span class="reference-text">Goosens: <i>Reynke de Vos.</i> In: <i><a href="Verfasserlexikon" title="Verfasserlexikon">VL</a></i> Bd. 8 (1992), Sp. 12 – 20</span>
</li>
<li id="cite_note-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-57">↑</a></span> <span class="reference-text">Goossens: <i>Reynke de Vos.</i> In: <i><a href="Verfasserlexikon" title="Verfasserlexikon">VL</a></i> Bd. 8 (1992), Sp. 17</span>
</li>
<li id="cite_note-58"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-58">↑</a></span> <span class="reference-text">Thorsten Heese: <i>„...ein eigenes Local für Kunst und Altherthum“ – Die Institutionalisierung des Sammelns am Beispiel der Osnabrücker Museumsgeschichte.</i> Dissertation Halle–Wittenberg 2002; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/02/02H210/prom.pdf">S. 382.</a> (PDF; 2,1 MB)</span>
</li>
<li id="cite_note-59"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-59">↑</a></span> <span class="reference-text">Cambridge, University Library, Inc. 4 F 6.2 (3367)</span>
</li>
<li id="cite_note-60"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-60">↑</a></span> <span class="reference-text">C. Schiefler: <i>Die deutsche spätmittelalterliche „Reineke–Fuchs“–Dichtung und ihre Bearbeitungen bis in die Neuzeit.</i> In: <i>Aspects of the Medieval Animal Epic</i>. Mediaevalia Lovaniensia Series I/Studias III, Löwen 1975; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=5jvpV96nNC4C&pg=PA87&lpg=PA87&dq=culemann++reinaert&source=bl&ots=z14xarY6Ae&sig=jNJ_Dd4qoqG19zfBC5-fPl3LCFA&hl=de&ei=cE0tS8_bLZDAmgOauuizDg&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=7&ved=0CBsQ6AEwBg#v=onepage&q=culemann%20%20reinaert&f=false">S. 87.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-61"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-61">↑</a></span> <span class="reference-text">Jan Goossens (Hrsg.): <i>Reynaerts Historie – Reynke de Vos. Gegenüberstellung einer Auswahl aus den niederländischen Fassungen und des niederdeutschen Textes von 1498.</i> Darmstadt 1983; S. XLIIff. Nach: Amand Berteloot in: Berteloot u. a. (1998), S. 15.</span>
</li>
<li id="cite_note-62"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-62">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Die historie vā reynaert de vos. Nach der Delfter Ausgabe von 1485</i>. Zum genauen Abdrucke befördert von Ludwig Suhl, Stadtbibliothekar und Subrector am Gymnas. in Lübeck. Lübeck und Leipzig, 1783 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.com/books?id=6UECAAAAQAAJ">Digitalisat</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-63"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-63">↑</a></span> <span class="reference-text">Friedrich Prien: <i>Zur Vorgeschichte des Reinke Vos.</i> Niemeyer: Halle 1880. Sonderdruck aus: <i>Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur</i>. Bd. 8 (1982), S. 1–53.</span>
</li>
<li id="cite_note-64"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-64">↑</a></span> <span class="reference-text">Jan Goossens: <i>Der Verfasser des „Reynke de Vos“. Ein Dichterprofil.</i> In: Berteloot u. a. (1998), S. 45–79; Hubertus Menke: <i>Die literarische Subkultur Lübecks um 1500.</i> In: Berteloot u. a. (1998), S. 81–101.</span>
</li>
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